Mein erster Pullover

am

in der Grundschule lernte ich Häkeln, Stricken und Sticken. Am meisten machte mir aber das Häkeln Spaß. Meine Barbies bekamen alle herrlich glockige Häkelröcke und Häkeltops. Stricken war damals eher nicht so mein Ding und das Sticken.. na ja, das ging ja mal gar nicht. Aber Handarbeit war für mich in meiner Kindheit nie so wichtig. Und als die Puppenära beendet war, landete auch die Häkelnadel in der Ecke.

Ich lebte noch bei meinen Eltern zuhause, war aber schon in der Banklehre (ja, ja, ja), als mich meine beiden älteren Schwestern motivierten, mit ihnen einen Strickkurs bei der Volkshochschule zu besuchen. Lust hatte ich keine, aber gegen zwei hochmotivierte Schwestern kann man sich einfach nicht wehren. Also kaufte ich spontan Wolle in einem Kaufhaus – für paar Pfennige und irgendein Anleitungsheft, in dem ich einen Pullover sah, der mir gefiel.

Tja, was soll ich sagen: meine Schwestern haben diesen Kurs eher leidlich lustlos durchgezogen, während bei mir das Strickfieber begann.

Hier ein Bild aus der damaligen Zeit (Anfang 80er Jahre)

lila-Pulli

es war ein herrlicher Überzieh-Pullover, der auch klasse zu meiner Lieblings-Bree-Tasche passte. Durch den hohen Kunstfaser-Anteil war er auch ziemlich pflegeleicht, er überlebte sogar den Trocknerversuch 😀 Allerdings ist er nicht sehr formstabil, so wuchsen die Ärmel auf unendlich und irgendwann musste ich sie umkrempeln, damit sie nicht den Boden berühren *okay, bissel übertrieben*

Und traaraaaaa… es gibt ihn heute noch! Schnell aus der Wäschebox gezogen. Allerdings wird er nur noch als „Homeware“ getragen. Für „fein“ isser nix mehr 😀

Pulli

Es folgten weitere Pullover, aber keiner ist mir so ans Herz gewachsen wie dieser und alle landeten immer irgendwie bei meiner Mutter 😀 Aber diesen hier, musste ich sogar vor ihr beschützen, weil sie irgendwann meinte: „ich schleich mich mal zu dir in die Wohnung und entsorge dieses Wollungetier“. Geht ja gar nicht

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. LiliSue sagt:

    Toll wenn man so alte Erinnerungen wiederfindet. 🙂
    Ich freu mir immer en Keks wenn zur kälteren Jahreszeit in meinem Bekannten- und Freundeskreis alle mit meinen Häkelbeanies rumlaufen.
    Meine erste gehäkelte Mütze habe ich hier auch noch rumfliegen und ich bringe es trotz der Tatsache das ich Sie aufgrund der Garnqualität nie wieder tragen werde nicht übers Herz das Teil zu entsorgen. 😀

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  2. portapatetcormagis sagt:

    Wow, der lebt ja schon ein ganzes Weilchen, der Pulli 😀
    Ich geb zu, ich bin da nicht so sentimental. Da ich aber mit 4 oder 5 stricken gelernt habe, wäre das erste Teil wohl auch ein ziemlich windschiefer Topflappen – glaube ich. Ich weiß es schlicht nicht mehr 🙂
    Was aus meinem ersten Pulli wurde, weiß ich gar nicht. Den musste ich für die Schule stricken und konnte das Teil nie leiden.

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    1. Fränzi sagt:

      Topflappen hab ich als Kind in Fließbandarbeit gehäkelt 😀 kein Muttertag, kein Geburtstag meiner Mutter, meiner Oma, meiner Patentante ohne dass da nicht mindestens 2 Paar Topflappen verschenkt wurden.

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